Pflege · Gesundheit · Management

Archiv vom ‘lernen’ Tag

Wissen teilen

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Zu den Fortbildungsveranstaltungen, die sich in Art und Umfang erheblich von den Üblichen unterscheiden, gehören die Präsentationen von Facharbeiten aus dem Bereich Pflege. Dabei stehen Pflegende, die im Rahmen ihrer Fachweiterbildung spezielles Wissen erarbeitet haben, häufig das erste mal vor einer größeren Gruppe und tragen ihren Erkenntnisgewinn vor. Profitabel sind diese Veranstaltungen für beide Seiten. Der Zuhörer erfährt aus erster Hand Neues oder kann bestehendes Wissen ergänzen/auffrischen und der/die ReferentIn tritt über den eigenen Schatten, stellt dar, was Pflege ist und leisten kann, hat somit einen Zugewinn in der persönlichen Entwicklung.

Die Akteure tragen, wie Leiterin Sabine Rüdebusch (stellv. Vorsitzende im Nds. Pflegerat, Landesbeauftragte DGF e.V.) formulierte, auf diese Weise somit zur eigenen und aller Professionalisierung bei.

Den Wert dieser Stunden kann man gar nicht hoch genug schätzen, dachte ich gestern auf dem Heimweg vom Oldenburger Pius-Hospital. Dort haben 14 Teilnehmer der FWB Intensiv & Anästesie mit Laptop und Powerpoint-Präsentationen ihre Arbeiten vorgestellt. Besonders erfreulich war, daß in diesem Jahr die Zahl der Zuhörer größer war, als die der Referenten. In die Zukunft blickend wünsche ich mir, daß dieser Rahmen noch größer wird. Die Themenvielfalt und die relative Kürze der Vorträge führen dazu, daß keine Langeweile aufkommt und ein breites Wissensspektrum angesprochen wird. Den meisten Akteuren merkt man die Anspannung an und gern verzeiht man den einen oder anderen kleinen Fehler in Inhalt und Rede. Das ist kein Manko, sondern macht sie viel sympathischer. Da werden schonmal Zahlen durcheinander gewürfelt, Fakten aus anderen Breiten auf unsere Situation in Deutschland übertragen o.Ä. Diese Fehler werden gern verziehen und wenn man ehrlich ist, sind sie auch oft in Präsentationen von “Profis” zu finden – nur viel versteckter. Überwiegend wurde jedoch sicher, frisch und zum Teil sehr humorvoll zu den folgenden Themen vorgetragen, sodaß ich innerlich den Hut gezogen habe:

  • Intensiv gepflegt, schnell verlegt.. Reicht der mündliche Verlegungsbericht aus?
  • Patienten- und Angehörigenschulung –Baustelle in der Pflege-
  • Erstellung einer Informationsbroschüre für Angehörige auf der Intensivstation
  • Patientenverfügung
  • Die Praxis der Enteralen Ernährung auf der Intensivstation
  • Die Pflege der Milden Hypothermie nach Reanimation
  • Kontinuierliches Nierenersatzverfahren- Eine Herausforderung für das Pflegepersonal?
  • Difficult Airway Management
  • Prophylaxe und Therapie des PONV
  • Krisenintervention- Gegenüberstellung Rettungsdienst- Klinikalltag
  • Zum Dilemma der räumlichen Atmosphäre auf ITS
  • Gestörter Tag-Nacht-Rhythmus- Belastungen des Intensivpatienten
  • Pflegerische Gewalt auf der Intensivstation- wann beginnt sie?
  • Fixieren, sedieren… Alternativen… Umgang mit postoperativ verwirrten Patienten

Was bleibt, ist ein beachtlicher Zugewinn an Wissen und Erfahrung auf beiden Seiten. Vielen Dank dafür!

Wünschenswert wäre eine viel breitere Einführung solcher Veranstaltungen, eine Intensivierung der Informationsweitergabe bis in die kleinsten Zellen der Organisationen, eine neue Wissenskultur des Gebens und Annehmens in der Pflege und damit auch eine Steigerung im organisationalen Lernen.

Geschrieben von Thorsten Gieseler

29. Oktober 2009 um 16:15

Warum eigentlich diese Schaubilder?

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Visualisierung ist in bestimmten Fällen eine gute Lernmethode, bzw. ist ein Möglichkeit, um auf einen Bezugsrahmen zurückzugreifen und sein Wissen zu organisieren. Ich erstelle regelmäßig Mindmaps, um mir Dinge einzuprägen, bzw. zu ordnen. Einige davon stelle ich hier im Notiz-Blog vor, damit auch andere davon profitieren können.  Erstellt wurden die meisten Mindmaps übrigens mit dem MindManager Pro7.

Geschrieben von Thorsten Gieseler

28. November 2008 um 14:38